Die Idee zur Entwicklung eines elektronischen EKG
Die Innovation
Lineals entsprang dem Wunsch aus den Reihen der Ärzte, konkret der Kardiologen, die manuelle EKG-Auswertung zu vereinfachen und gleichzeitig die Sicherheit der Auswertung zu erhöhen. Dieser Wunsch gründet sich im Wesentlichen darauf, dass auch heute noch unzählige EKGs ohne oder mit unzureichender Analyse ausgedruckt werden, die dann manuell auszuwerten sind. Ferner werden zahlreiche EKGs zur Zweitbegutachtung ausgedruckt und an Kardiologen verschickt; auch dies macht eine manuelle Auswertung erforderlich. Darüber hinaus ist das Erlernen der manuellen EKG-Auswertung in der Ausbildung zum Arzt unabdingbar. Das Produkt: Die Infrastruktur eines Messschiebers in Verbindung mit einer genau definierten Formelzyklus-Abfolge im Verhältnis zu einer metrischen Maßskala mit Zeitachse führt zu einer patentfähigen, neuartigen Funktionsweise: Der Kardiologie-Messschieber, ugs. als „elektronisches EKG-Lineal“ bezeichnet, ermöglicht die schnelle und sichere Auswertung von EKG-Ausdrucken. Kardiologisch relevante Daten wie z. B. Herzfrequenz, QT-Dauer, die frequenzkorrigierte QT-Zeit (= QTc), Sokolow-Lyon-Index, ST-Senkung, QRS-Komplex, Millisekunden und Milli-Volt können im Verhältnis zu einer Millimeter-Wegstrecke mit Zeitachse (25, 50 und 75 mm/s.) per Knopfdruck ausgewertet werden. Die Vorteile: Mit nur drei Messungen erhalten Sie über die Funktionstaste die wichtigsten Parameter der Kardiodiagnostik automatisiert. Die automatisierte QTc-Berechnung erlaubt zudem die Detektion des Long-QT-Syndroms, welches zunehmende klinische Relevanz erfährt. Die Messfunktion macht Zirkel und Tabellenbücher zur Diagnostik von Rhythmusstörungen überflüssig. Damit ist die die manuelle EKG-Auswertung deutlich schneller und sicherer. Ein vergleichbares Produkt gab es bis dato nicht. Das Fazit: Das elektronische EKG-Lineal ist nicht nur Innovation, sondern eine echte Novität.

Das Unternehmen
Scala Messzeuge – 75 Jahre Innovation mit Tradition Die Messzeuge-Manufaktur Scala wurde im Jahre 1938 durch Friedrich J. Schall in Neuffen (Württ.) gegründet und fertigt seit 75 Jahren Standard- und Sondermessmittel im Bereich der Längenmesstechnik (Messschieber). In den 50er-Jahren wird das Vertriebsnetz im Ausland weltweit ausgebaut, die Produktpalette wird ständig erweitert; in den 60er-Jahren kommt mit dem ersten Messschieber aus Kunststoff eine Weltneuheit auf den Markt, in den 70er entsteht mit dem ALINOX-Messschieber ebenfalls eine Weltneuheit. Im Jahr 2000 erscheint in Zusammenarbeit mit der Hochschule der Medien ein einzigartiges Verpackungskonzept für die Belange des Fachhandels. Ständige Erweiterung und Spezialisierung im industriellen, bahn- und medizintechnischen Bereich führen zu weiteren innovativen Sondermesszeugen. 2009 entsteht der Kardiologie-Messschieber als patentierte Weltneuheit, der 2015 markteingeführt wird.
Quelle: Dokumentationsbroschüre 2015, Seite 20
